Ein Lebenszeichen

Der Herbst hat sich ein letztes Mal von seiner schönsten Seite gezeigt und in meiner Garage macht die Flex Überstunden. Eine schöne Saison geht zuende.

Stahlkunst-Purrer.de – Geschenkideen für Motorradfahrer

Es war viel los in den letzten Wochen. Nur leider nicht motorradmäßig. Die viele Zeit, die ich in der Garage verbracht habe, ging hauptsächlich für mein Projekt „Stahlkunst Purrer“ drauf. Ich war nämlich erstmals mit einem eigenen Stand auf einem Desigmarkt und habe dort meine Basteleien angeboten:

4. ArtBrew 2017

Mein Stahlkunst-Stand auf der 4. ArtBrew

Dafür musste natürlich einiges vorbereitet und hergestellt werden. Außerdem hatte ich einen Großauftrag in Arbeit, der ebenfalls viel Zeit gekostet hat.

Indian Summer in Mainfranken

Das herrliche Wetter konnte ich aber natürlich trotzdem nicht ganz ungenutzt lassen. Ich habe mich mal wieder in den Odenwald getraut, in der Hoffnung, dass das Navigon Cruiser schöne Strecken für mich findet. Aber ich war mal wieder enttäuscht. Nicht vom Navi sondern vom Odenwald.

Nach meiner Erfahrung gibt es dort nur zwei Sorten von Straßen: Total langweilige ohne fahrerischen Anspruch. Und schön kurvige, die aber in schrecklich schlechtem Zustand sind. Mit der Bandit geht das gerade noch; die hat genug Leistung, um die erste Sorte schnell hinter sich zu lassen, und genug Fahrwerk, um die zweite Sorte unbeschadet zu befahren. Aber mein Ratracer hat weder noch, da wird die ganze Tour zur Qual. Fürchterlich.

Ratracer im Odenwald

Mit dem Ratracer unterwegs im Odenwald – Schöne Wolken, schlimme Straßen. Die hier ist noch einer der besseren.

Zur Versöhnung bin ich dann mit der Bandit durch den Spessart und mit dem Racer durch die Weinberge rund um Würzburg. Gleich viel besser. 🙂

Ratracer in den Weinbergen

Durch die herbstlichen Weinberge – nicht nur optisch ein großes Vergnügen.

Allerdings ist das herrliche Spätsommerwetter tückisch: Im freien Gelände sorgt die Sonne für fast sommerliche Temperaturen. Aber in den Wäldern ist es so kalt, dass sich der Morgentau den ganzen Tag über hält. Ich düse gerade wie berauscht durch den kunterbunten Blätterwald – und urplötzlich rutscht mir in einer engen Kurve das Hinterrad auf dem nassen Asphalt weg. Huch! Das hätte ins Auge gehen können.

Den Rest der Strecke habe ich die Farbenpracht sicherheitshalber nur mit einem Auge genossen. Das andere war immer auf die teils klitschnasse Straße gerichtet.

Ratracer im Herbstwald

Im Herbst sind die mainfränkischen Wälder wunderschön aber tückisch.

Der Katana-Umbau ruht

Bei meiner kleinen GSX ist momentan Umbaupause. Eigentlich wollte ich schon lange die Sitzbank fertig haben, oder zumindest einen nutzbaren Prototypen, aber über ein erstes Pappmodell zum Maßnehmen bin ich nicht hinausgekommen.

Eigenbau Sitzbank Prototyp

Das Problem ist, dass der Tank etwa 5 cm über den Rahmenrohren endet. Wenn ich da einen vernünftigen Anschluss hinbekommen will, muss die Sitzbank ziemlich dick werden. Es ist aber nicht mit einem dicken Schaumstoff getan, denn zusätzlich ragt auch der Batteriekasten über die Rahmenrohre. Nun könnte ich einfach die Sitzbank mit 2 cm Abstand über dem Rahmen montieren, aber das würde unmöglich aussehen. Ich brauche also eine Sitzbank mit einem Tunnel und einem relativ schwierigen Anschluss vorne an Elektrik und Tank. Mal sehen.

Immerhin habe ich bei den Fußrasten eine einfachere Lösung gefunden als gedacht. Zufällig habe ich herausgefunden, dass die Rasten eines bestimmten Yamaha R6-Modells die gleichen Maße haben. Und die sind gar nicht mal so hässlich und obendrein günstig zu haben. Ich musste also doch nicht andere Halter anschweißen und konnte einfach andere Rasten montieren.

Leider sind die Rastenhalter der Katana ganz leicht abgewinkelt. Sie stehen etwas schräg nach hinten bzw. oben. Und das scheint Absicht zu sein, nicht die Folge eines Unfalls. Im Ergebnis stehen die R6-Rasten auch ein kleines Bisschen schief. Optisch finde ich das aber nicht schlimm. Mal schauen, wie sich das fährt.

Ein neuer Sitz für den Beiwagen

Mehr Sorgen bereitet mit momentan der Sitz in meinem MZ-Gespann. Den hat offensichtlich schon vor Jahrzehnten ein Bastler komplett umgebaut. Statt der originalen Gartenstuhl-Lösung mit Federn und einer gepolsterten Auflage ist hier ein hoher Sitz aus Holz mit dickem Polster verbaut. Auch die Seitenteile sind nicht einfach Pappen mit dünner Kunstlederauflage, sondern richtiges Sperrholz mit Schaumstoffpolster. Alles recht solide und auch handwerklich ganz gut umgesetzt.

Nur leider schon ziemlich am Ende. Das Holz ist teilweise stark vergammelt, das Kunstleder an verschiedenen Stellen eingerissen und auch nicht überall in der gleichen Farbe. Bislang hat mich das nicht wirklich gestört, weil auch der Rest des Gespanns (nur!) optisch nicht sehr gut dasteht. Jetzt ist mir aber eine große Naht oben am Sitz gerissen. Einfach beim Anfassen ist das Kunstleder aufgeplatzt und der Schaumstoff liegt offen.

Sitzbezug Beiwagen

Das ist natürlich Mist. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich da das Wasser sammelt und der ganze Sitz weggammelt.

Was tun? Den Sitz neu Polstern lassen? Auf den originalen Sitz zurückrüsten? Weder noch. Ich werde mir komplett neue Grundplatten aus Siebdruckplatten bauen. Und dabei auch gleich die Form etwas ändern. An meinem Sitz hat mich schon immer gestört, dass er so hoch ist. Und dann wird das neu gepolstert. Ich werde berichten. 🙂

 

Martin

Martin

Schraubt gerne an seinen Motorrädern rum. Wenn sie danach noch funktionieren, fährt er auch gerne eine Runde. Beides mit überschaubarem Können aber viel Herzblut.

Voriger Beitrag
Nächster Beitrag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.