Schweden 2012

Auf mehrfachen Wunsch fasse ich hier sämtliche Blogeinträge zu meiner Schwedenreise in chronologischer Reihenfolge zusammen. Auf diese Weise sind sie einfacher zu lesen, als wenn man sich durch die einzelnen Einträge scrollen muss. Das Datum in der Überschrift ist nicht zwangsläufig der beschriebene Tag, sondern der Tag, an dem ich den Beitrag verfasst habe.

27. Mai 2012 – Mit dem Gespann durch Schweden

Diesen Sommer erfülle ich mir einen alten Traum: Ich mache alleine eine Motorradtour durch Schweden.

Ich will auf jeden Luxus und jede moderne Spielerei verzichten. Zelt statt Ferienwohnung, Karte statt Navi, Notizbuch statt Weblog, MZ-Gespann statt Touren-Motorrad. Nur ich, die Natur, 19 PS unterm Hintern und in der Nase den Geruch von Freiheit und Zweitaktöl. 🙂

Anfang August geht es los. Von Würzburg über Halberstadt, Bad Kleinen nach Sassnitz und von dort mit der Fähre nach Trelleborg. Dann an der Küste entlang richtung Osten bis nach Öland. Wieder zurück richtung Nordwesten durch Smaland und in einem Bogen nach Malmö. Von dort entweder mit der Fähre zurück nach Rostock oder auf dem Landweg durch Dänemark zurück nach Hause. Die Tagesstrecken liegen zwischen 250 und 400 km. Das sollte auch mit so einem alten Fahrzeug problemlos machbar sein, ohne in Stress auszuarten. Soweit die grobe Planung, wo es genau langgeht, entscheide ich ganz spontan vor Ort.

So eine Tour will natürlich gut geplant sein. Ich habe eine Liste erstellt, was ich alles benötige. 3 volle Seiten von A wie Allergietabletten bis Z wie Zeltplane.

Einiges musste ich mir kaufen (Campingbesteck, Taschenlampe, Klappspaten, …), anderes habe ich in den letzten Tagen angefertigt. Zum Beispiel ein Dreibein, um überm Lagerfeuer kochen zu können. Aus 3 Stahlrohren, einem Haken und einer Kette habe ich mir dieses feine Teil gebastelt. Superstabil und lässt sich im Handumdrehen zusammenklappen und leicht im Beiwagen verstauen:

Am Motorrad habe ich auch schon ein paar Änderungen vorgenommen. Eine gut zugängliche Bordsteckdose erlaubt es mir, das Handy oder die Kameraakkus einfach aufzuladen:

Und ein Fahrradtacho neben der Sitzbank schont die Reisekasse, indem er mir hilft, die rigiden schwedischen Tempolimits einzuhalten (70 km/h auf Landstraßen). Außerdem habe ich so einen guten Überblick über die Tageskilometer und die Gesamtstrecke.

Bei so einem alten Fahrzeug ist natürlich immer die Frage, was man an Werkzeug und Ersatzteilen mitnimmt. Die MZ ist zwar absolut unkompliziert und zuverlässig, aber wenn was kaputtgeht, ist es mitunter schwierig, auf die Schnelle Ersatz zu bekommen. Dank Beiwagen habe ich auch ausreichend Platz, um viel mitnehmen zu können.

Erfahrungsgemäß geht immer das kaputt, wofür man keinen Ersatz dabeihat. Deshalb nehme ich lieber ganz viel mit, dann kann das schonmal nicht kaputtgehen. Eine etwas krude Logik, oder? 😉

Ursprünglich hatte ich sogar überlegt, einen kompletten Austauschmotor und zwei Räder mitzunehmen, bin aber wieder davon abgekommen. Ich werde stattdessen nur Kleinteile mitnehmen, die man auch vor Ort austauschen kann. Schlauch, Kette, Speichen, Sicherungen, Glühbirnen, Zündkerzen, Kupplungszug und so. Und für den unwahrscheinlichen Fall, dass der Motor kaputtgeht, habe ich immernoch meine ADAC-Plus-Mitgliedschaft. 😉

05. August 2012 – So fängt es also an…

10 Minuten hinter Würzburg : ich muss das erste Mal pinkeln, mir ist kalt und ich steige deshalb auf Integralhelm und Handschuhe um. Mann, bin ich eine Pussy. Das kann ja eine Reise werden. 🙂

Immerhin passt das Wetter.

06. August 2012 – 1. Tag

Der erste Tag, lief ziemlich optimal. Wenig Verkehr, schöne Straßen, herrliche Landschaft. In Rhön und Harz war es zwischenzeitlich recht kalt, aber nie wirklich unangenehm.

Abends bei Verwandten gab es dann ein leckeres Abendbrot und viele lustige Geschichten aus der DDR – Rennsportgeschichte inkl. Spontanbesuch eines Rallye-Skodas.

Technisch gab es keine echten Probleme. Das Vorderrad verliert ganz leicht Luft und neigt durch die stark hecklastige Beladung des Beiwagen zum Flattern. Die MZ läuft ansonsten einwandfrei, auf ebener Strecke ca. 90 km/h, mein Durchschnitt lag bei 66 km/h bei ca. 6 Litern Verbrauch. Da kann man echt nicht meckern.

Leider habe ich meinen Ratschenkasten zu hause vergessen und mein Ölkännchen unterwegs verloren. Werde mir in Schwerin oder Rostock einen Baumarkt suchen und Ersatz beschaffen.

Momentan sitze ich in der Nähe von Wolfsburg an einem Teich und mache Mittagspause.

Noch ca. 200km bis Bad Kleinen, mein Ziel für heute. 🙂

07. August 2012 – 2. Tag

Der zweite Tag stand überwiegend im Zeichen des Streckemachens. Es ging erst relativ spät los und landschaftlich war die Strecke auch nicht so, dass man unbedingt größere Pausen hätte machen müssen. Also bin ich relativ zügig durchgefahren.

Eine Überraschung für mich war, dass meine Tour mitten durchs Wendland ging. Knapp an Gorleben vorbei, überall Plakate und Schilder gegen den Castor. Das war mir bei der Streckenplanung nicht bewusst. Trotzdem schön. 🙂

Irgendwo auf dem Weg habe ich dann noch meinen Messbecher zum Benzinmischen verloren. Argh. Und dann noch die erste „Panne“: die Mutter der vorderen Auspuffbefestigung hat sich gelöst. Dank neuer Mutter ist jetzt wieder alles fest.

07. August 2012 – 3. Tag

Auch heute war wieder nicht der Weg das Ziel. Eigentlich wollte ich so schnell wie möglich nach Sassnitz, um eine möglichst frühe Fähre nach Trelleborg zu bekommen. Warum ich nicht den Umweg über Rügen weggelassen habe und gleich ab Rostock gefahren bin, weiß ich auch nicht. Jedenfalls habe ich die Mittagsfähre knapp verpasst. Also 4 Stunden am menschenleeren Terminal warten, um spätnachts in Schweden anzukommen? Nee, dann lieber noch ein bisschen Rügen angucken und am nächsten Morgen die 8 Uhr Fähre nehmen.

Also einmal durch Sassnitz und einen Reifenhändler suchen, der meinen Abgefahrenen Hinterreifen austauscht. Leider bisher ohne Erfolg. Also sitze ich jetzt auf dem Zeltplatz, warte, dass die Rezeption aufmacht und genieße die Sonne.

Mit dem Wetter habe ich wirklich Glück: ich bin in den letzten Tagen oft über nasse Straßen gefahren, aber noch nie selbst in den Regen geraten.

Aber ich muss mal meine Gepäckbefestigungstechnik überdenken. Habe heute eine halbvolle Zweitaktöl-Flasche verloren. Und fast die neue Ölkanne. Ab sofort kommt alles, was nicht niet- und nagelfest ist, in den Beiwagen. 🙂

Nachtrag: Habe einen netten MZ-Händler gefunden, der den Reifen sofort getauscht hat.

Man beachte: Im Notfall reicht auch ein Fotostativ als Wagenheber. 🙂

08. August 2012 – Das geht runter wie Zweitaktöl!

Aus Würzburg bin ich es gewöhnt, dass man mir als Oldtimer-Fahrer so etwas wie Respekt entgegenbringt. Die andere Verkehrsteilnehmer grüßen, halten etwas mehr Sicherheitsabstand und werden auch nicht gleich ungeduldig, wenn man mal mit Tempo 30 einen Berg hochkriecht. Und regelmäßig bekommt man (meist unqualifiziertes) Lob: „Schöne Zündapp. Mit so einer bin ich damals nach Stalingrad gefahren!“ 🙂

Auf der Fahrt durch die neuen Bundesländer war das Gegenteil der Fall. Ich wurde angehupt, riskant überholt und im besten Fall ignoriert. Da wundert es mich nicht, dass ich so wenige DDR-Fahrzeuge auf der Straße gesehen habe.

Hier auf dem Campingplatz jetzt wieder das krasse Gegenteil: Jeder, der vorbeikommt, bewundert die MZ, erzählt mir, dass er auch mal so ein Gespann hatte und wie selten man die heute sieht. Viele fragen dann, wo ich noch hinwill. Und wenn ich dann sage „10 Tage durch Südschweden“, dann klopfen sie mir anerkennend auf die Schulter und wünschen mir alles Gute. 🙂

09. August 2012 – 4. Tag

Die Fahrt mit der Fähre war ziemlich unspektakulär. Habe ein paar Fotos gemacht, ein bisschen gelesen, ein bisschen gedöst. Dann war es auch schon vorbei.

Trelleborg ist nicht wirklich reizvoll. Ich habe Geld abgehoben (ohne den Wechselkurs zu kennen) und bin dann kurz am Strand rumgelaufen. Dann direkt weiter nach Ystad. Auf dem Weg habe ich an einem schönen Rastplatz Mittagspause gemacht. Dort hat mich eine ältere Schwedin angesprochen: „Guten Tag und Willkommen in Schweden.“ Ich war ganz sprachlos. Ob Touristen bei uns auch so freundlich begrüßt werden?

In Ystad habe ich dann auch nur eine ganz kleine Runde durch die Stadt gemacht und bin dann weiter gefahren. Jetzt bin ich in Simrishamn auf dem Zeltplatz und lasse den Tag ausklingen. Evtl. gehe ich nachher noch in der Ostsee baden.

Irgendwie bin ich mit Schweden noch nicht ganz warm geworden. Alles hier ist schwedisch! Die Einwohner, die Verkehrszeichen, die Hinweisschilder, das Geld und sogar die Touristen! Irgendwie fühle ich mich total hilflos. 🙂
Aber das wird schon noch.

Die MZ lief heute wieder völlig problemlos. Keine Pannen und erstmals habe ich auch nichts verloren. Der Trend gefällt mir.

09. August 2012 – 5. Tag

Der gestrige Abend war ganz entspannt. Erst ein Bad in der eiskalten Ostsee. (Ein deutscher Tourist sagte was von 13 Grad. Gefühlt war es nicht die Hälfte.) Dann warm duschen und mit Buch, Bier und Sturmlaterne an den Strand. Leider war letztere schnell aus, weil sie den falschen Docht hat. Also noch ein bisschen im Zelt lesen und dann schlafen. Dank der kalten Meeresbrise habe ich dabei erstmals gefroren, trotz kompletter Kleidung und Schlafsack.

Auch beim Fahren habe ich immer lange Hose, Pullover und hochgeschlossene Lederjacke an. War wohl nichts mit Braunwerden beim Rumcruisen. 🙁

Nach dem Zeltabbau habe ich dann Panik bekommen, als mir klar wurde, dass ich in 7 Tagen schon wieder in Trelleborg auf der Fähre sein muss. Und in dieser kurzen Zeit will ich nach Öland und quer durch Smaland! Also rauf aufs Gespann und fahren fahren fahren. Fast hätte ich mein erstes Elchschild verpasst.

Tja, ein paar Stunden später sitze ich hier, mitten in Smaland, und könnte problemlos heute abend auf Öland sein. Alle Panik umsonst. Auf der Karte sah das irgendwie weiter aus! Aber da sieht auch jeder Ort wie eine Großstadt aus. Und wenn man durchfährt, sind es nur 5 Häuser. 🙂
Ich habe übrigens meine Angst vor der Sprachbarriere überwunden und war Tanken und Einkaufen. Tanken noch dazu unter erschwerten Bedingungen. Es war nämlich eine Kreditkartentankstelle. Ich hab sowas aber nicht. Netterweise hat die Kassiererin mit ihrer Karte bezahlt und ich habe es ihr bar wiedergegeben. Einkaufen war dafür umso leichter: ich war im Lidl! Da gibt es alles, was es auch bei uns gibt. Perlenbacher Bier, Saskia Quelle, frische Laugenbrezeln, Grillmeister Bratwürste. Sogar in komplett deutscher Verpackung! Wie pervers ist das denn!? Jetzt sitze ich also in Schweden und esse amerikanische Muffins aus einem deutschen Supermarkt. Krank, oder? :-\
Immerhin mit schwedischer Aussicht:

Ich werde jetzt noch 2 Stündchen fahren und mir dann einen netten Platz im Wald zum Übernachten suchen.

Die MZ ist übrigens total langweilig. Die fährt und fährt und lässt sich dabei durch nichts aus der Ruhe bringen. Schon 1200 km und immer noch keine Panne. 🙂

09. August 2012 – Vertraue keiner Statistik…

Also wenn ich mich nicht total verrechnet habe, dann habe tatsächlich nur einen Verbrauch von 6,0 in Deutschland und unter 5,4 in Schweden.

Wenn man es genau nehmen will, muss man noch 2 Prozent für das Öl draufschlagen. Das ist aber zu vernachlässigen.

Und das mit einem originalen, nicht überholten BVF-Vergaser. Da kann mir doch jeder Bing gestohlen bleiben!

Noch was für die Statistiker: Durchschnittsgeschwindigkeit laut Fahrradtacho, also ohne Pausen: 60 bis 67 km/h. In Schweden mangels Stadtverkehr übrigens nicht weniger als in Deutschland, obwohl das Tempolimit meist bei 70 oder 80 liegt. (woran ich mich recht penibel halte.)

So lässt es sich reisen. 🙂

10. August 2012 – 6. Tag

Bin heute morgen schon kurz nach 6 aufgestanden und habe mich sehr gewundert, warum das Wasser am Wasserhahn siedend heiß ist, aus der Dusche aber nur leicht lauwarmes kommt. Unter lautem Fluchen und Zittern habe ich die Dusche hinter mich gebracht und bin dann aufgebrochen.

Das war ein Fehler. Der Himmel war bedeckt und es hatte bestimmt keine 10 Grad. Ich habe gefroren wie ein Schneider und kein Ort zum Aufwärmen in Sicht. In Nybro war ich so weit, dass ich mich sogar in den McDonalds setzen wollte. Leider macht der erst um 9 auf. Also habe ich in meiner Verzweiflung die Regenkombi angezogen und bin zitternd und fluchend weiter gefahren. Warum hat mir keiner gesagt, dass es hier Anfang August so kalt sein kann?

In Kalmar war dann wenigstens ein Einkaufszentrum offen und ich konnte mich mit Bargeld, Essen und etwas Wärme ausstatten. Von dort über die Brücke nach Öland und ohne große Pausen zum Südkapp der Insel. Die Sonne spielte immer noch Verstecken, aber mir war nicht mehr ganz so kalt.

Unterwegs habe ich ein paar Fischerdörfer angeschaut, Hügelgräber besichtigt und Andenken gekauft. Am Südkapp viele freilaufende Kühe, Schafe und Touristen aus aller Welt. Die meisten haben mit riesigen Fernrohren die vielen Vögel beobachtet. Komisches Hobby. 🙂

Danach habe ich mir eine toll restaurierte Wikingerburg angeschaut (Eketorp), während Emmi neben einem toprestaurierten BelAir warten musste und dabei ziemlich traurig aussah.

Mangels weiterer Ziele und aufgrund der fortgeschrittenen Stunde habe ich mir einen Zeltplatz gesucht. Ich glaube, das ist der teuerste der Welt! 30 Euro pro Nacht! Oweia. Letzte Nacht habe ich 6 bezahlt. Aber wirklich schön und alles inklusive. Also Augen zu und durch, morgen früh geht es weiter Richtung Nordkapp von Öland.

Die MZ fährt genauso souverän und sparsam wie die Tage vorher. Ab und zu Sprit, mehr braucht sie nicht. Nur wenn sie warm ist, will sie manchmal nicht recht anspringen und lässt sich dann 6 oder 7 mal treten, bevor sie reagiert. Aber damit kann ich leben.

11. August 2012 – 7. Tag

Ich bin mit Schweden versöhnt. Der gestrige, eiskalte und streckenweise sehr öde Tag ist vergessen. Aber der Reihe nach:

Heute morgen habe ich als erste Amtshandlung ein Bad in der Ostsee genommen. Das war schwieriger als gedacht. Nicht, weil das Wasser so kalt gewesen wäre, sondern weil es so flach war. Ich bin 50 Meter reingelaufen und meine Knie waren immer noch trocken. Also habe ich es auf dem Bootssteg versucht und bin immerhin bis über den Bauchnabel im Wasser gewesen. Das hat für ein paar Runden gereicht und danach ging’s unter dir Dusche. Zelt abbauen, Wäsche waschen, Karten schreiben und frühstücken.

Da die Wäsche nass aus dem Trockner kam, war mein Plan heute anders als sonst: Erst Zeltplatz suchen, Zelt aufbauen und Wäsche aufhängen und dann ohne Gepäck das Nordkapp von Öland besuchen.

Nach unzähligen 5-Sterne-Plätzen kam endlich so ein kleiner, verschlafener, den ich gesucht hatte. Keine Rezeption, dafür ein Schild, dass man sich selbst einen Platz suchen solle und morgens kommt dann einer zum Kassieren. Strom und Wasser gibt’s auch nicht, dafür Sonne satt.

(A propos. Da fast alle Touristen hier Schweden sind, sind Hinweisschilder fast ausschließlich auf Schwedisch. Und da macht sich erstmals mein Studium bezahlt! Wenn ich die beiden Lautverschiebungen dazudenke, verstehe ich das meiste. :-))

Nach dem Aufbau ging es erleichtert durch den wirklich herrlichen Norden Ölands. Vieles hat mich heute an Korsika und Sardinien erinnert: Die ausgetrockneten Weiden mit mageren Kühen und Schafen und kilometerlangen Mauern aus aufgeschichteten Natursteinen. Die endlosen Kiefernwälder am Strand, die felsigen Strände und der sagenhaft blaue Himmel. Noch dazu war es richtig warm!

Nach ein paar kurzen Einkaufs- und Fotopausen war ich schließlich ganz oben am Ende von Öland, dem Ziel meiner Schwedentour. Und ich war richtig stolz. Nicht so sehr auf mich, denn mehr als fahren, genießen und ein bisschen bezahlen habe ich die letzte Woche ja nicht gemacht. Nee, stolz auf dieses Motorrad, dass auch nach knapp 45 Jahren, ohne mit der Wimper zu zucken knapp 1700 km fährt. Ohne die kleinste Panne! Reife Leistung. Wenn der Rückweg genauso erfolgreich verläuft, bekommt sie zu Belohnung ein Eis. 🙂

Als ich am Aussichtspunkt ankam, brachten sich gerade 15 Herren fortgeschrittenen Alters auf 15 umso jüngeren Harleys in Position für ein Siegerfoto. Die Motorräder chromblitzend und durch neon-orange Reflektor-Streifen verunziert, die Herren mit faltenfreien Lederjacken und durch neon-orange Warnwesten verunziert. Nun kenne ich mich mit schwedischen Kennzeichen nicht aus, aber das fehlende Gepäck lässt mich vermuten, dass es ein Tagesausflug war oder auf dem nächsten Campingplatz 15 Oberklasselimousinen mit Motorrad-Anhängern warten. Ich musste ein bisschen schmunzeln und hatte das Gefühl, meine Emmi auch. (Gruß an Jürgen!)

Aber ich will nicht ungerecht sein. Solche Rentner sind mir immer noch lieber als welche mit Gartenzwerg und Rauhhaardackel. 🙂

Ich hab mir dann noch eine steinzeitliche Siedlung und einen verlassenen Bootssteg angeschaut. Jetzt sitze ich gemütlich im Beiwagen und lasse den Tag ausklingen.

Noch zwei Sachen, die ich heute interessant fand: Viele Toiletten hier sind nicht nach Geschlecht getrennt. Da kommt man nichtsahnend rein und steht plötzlich vor einer Mutter mit zwei Töchtern. Erst da wurde mir bewusst, dass draußen nichts außer „WC“ dranstand. Aber warum eigentlich auch nicht?

Und schwedische Radarfallen sind witzig. Erst kommt ein riesiges Schild mit einer Kamera drauf. Dann ein Schild mit dem aktuellen Tempolimit und dann 100m weiter die Radarfalle. Wer da geblitzt wird, der wollte es so. 🙂

Und von der MZ-Front gibt es heute sogar was zu berichten: Plötzlich komische Pfeifgeräusche vom Motor. Oweia. Hab ich’s am Ende mit meinem ganzen Lob verschrien? Nö. Nur die Krümmer-Mutter hatte sich etwas gelöst. Festgezogen, fertig. 🙂

Ab heute geht’s übrigens wieder gen Heimat. Wenn auch langsam und auf Umwegen. Gibt’s dafür im Deutschen eigentlich einen Ausdruck? „Reiseziel“ stimmt nicht ganz, da die Reise ja nicht zuende ist. „Bergfest“ meint auch was anderes. Und ein „Etappenziel“ ist es auch nicht wirklich. Vielleicht sollte ich mir ein Wort ausdenken und patentieren lassen. „Anreise-Endziel“? Klingt irgendwie nach „Endlösung“ und das klingt wiederum nicht nach Urlaub. Naja, lassen wie das. Ab morgen geht’s heimwärts und gut ist. Basta.

Pasta? Gute Idee! Heute gibt’s Nudeln! 🙂

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12. August 2012 – 8. Tag

Heute hatte ich meine erste Panne! Naja, keine richtige Panne, sondern mehr eine Eigenart von Emmi, die zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt eintrat: Normalerweise beträgt die Reserve vom Tank etwa 2 – 3 Liter, was also mindestens 25 km entspricht. Manchmal schalte ich aber auf Reserve und nach weniger als 5 Minuten ist Schluss. Liegt vermutlich an Rostpartikeln, die das Sieb vom Benzinhahn zusetzen. Damit wäre auch schon geklärt, WAS passiert ist. Fehlt noch das WO. Mitten auf der ca. 5 km langen Öland-Brücke! 4 Spuren, recht viel Verkehr und kein Standstreifen. Also rechten Blinker an, möglichst weit rechts ran und schnell 3 Liter aus dem Kanister drücken. Und dann schnell weiter. Zum Glück ist alles gutgegangen. 🙂
A propos Tanken. Das ist hier auch so ein Thema. Die meisten Tankstellen sind Automaten-Tankstellen, an denen man mit Kredit- oder Tankkarte bezahlen muss. Mit meiner EC-Karte komme ich da nicht weit. Aber selbst an manchen normalen Tanken gibt es einzelne Säulen, die nur mit Karte funktionieren. Heute war ich an einer mit 5 Säulen. Da gab es alles von Ethanol bis City-Diesel. Aber normales Benzin nur an einer, und die ging natürlich nur mit Karte. Ich kapiere echt nicht, was das soll.

An der nächsten Tankstelle hatte ich dann Erfolg. Und während ich da so stehe, kommt ein Trupp von 10 Vespas zum Tanken. War echt lustig, dieses laute Zweitaktgeknatter. Und auch lustig anzusehen, wie sie alle ihre Ölflaschen und Messbecher ausgepackt haben. 🙂

Später habe ich einen Elchpark besucht. Eigentlich war es albern. Man zahlt ca. 10 Euro, darf sich dann mit 6 anderen Touris hinten auf einen Pickup setzen, der dann mit nicht mal Schritttempo zwei Runden durch ein etwa fußballplatzgroßes Areal dreht, auf dem 5 zahme und gelangweilte Elche stehen. Das hätte man auch zu Fuß machen können und die zweite Runde war total überflüssig und sollte nur darüber hinwegtäuschen, wie klein das Gehege ist. Ich fand’s trotzdem toll, weil ich als einziger das 10 Wochen alte Elchbaby füttern durfte. Das war aber auch süüüß. 🙂

Danach habe ich mich Richtung Norden orientiert, da ich noch nach Vimmerby wollte. Da in der Nähe hat nämlich Astrid Lindgren gelebt und viele ihrer Bücher spielen hier. Eigentlich wollte ich auf dem Weg einen Zeltplatz suchen, aber da mich zwei Stück nicht überzeugt haben, bin ich doch direkt durchgefahren. Leider bin ich dann kurz vor dem Ziel in einen heftigen Regen geraten und ordentlich nass geworden. Ich konnte gerade noch widerstehen, im Pippi Langstrumpf-Hotel abzusteigen, und habe mir stattdessen aus meiner Plane ein prima Vorzelt gebaut. Warmes Heim, Glück allein:

Noch was zu Emmi: MZs sind ja berühmt-berüchtigt für ihren blechernen Klang: Rängdängdäng. Bei meiner restaurierten Solo-ES klingt das dank des dünnwandigen Nachbau-Auspuffs richtig lächerlich. Als würde man in eine leere Bierdose husten. Umso toller fand ich immer den Sound meines Gespanns, weil da der 45 Jahre alte Auspuff so mit Ölkohle zugesetzt war, dass sie nur dumpf und laut vor sich hin gedonnert hat. Okay, es war immer noch keine Harley, aber für eine MZ klang das wirklich toll. Nun hat sie sich aber in der letzten Woche durch die vielen Langstrecken komplett freigebrannt und summt selbst bei hohen Drehzahlen nur leise vor sich hin. Kaum zu hören! Bei niedrigen Drehzahlen könnte man das glatt für einen Elektromotor halten. Argh! Ich hoffe, das gibt sich, wenn ich in Würzburg wieder viel Kurzstrecke fahre. 🙂

13. August 2012 – 9. Tag

Nach dem Zeltabbau ging es heute ins Herz vom Astrid-Lindgren-Land. Erst Bullerbü und dann Lönneberga. Wirklich tolle Landschaft. Man kann sich direkt vorstellen, wie gleich Michel oder Ronja hinter dem nächsten Baum vorkommen. Leider habe ich das Geburtshaus von Oscar Hedstrom, dem Gründer von Indian Motorcycles, nicht finden können. Egal.

Eigentlich hatte ich dafür einen halben Tag eingeplant, war aber schon viel früher fertig. Also habe ich mich auf den Weg nach Malmö gemacht und unterwegs einen Laden mit Kunsthandwerk, einen Supermarkt und einen der an jeder Ecke zu findenden Trödelläden (Loppis) besucht. Außerdem noch ein wunderschönes Naturkunde-Museum, in dem ich leider nicht viel verstanden habe. Es gab aber auch so genug zu sehen.

Ganz bis nach Malmö habe ich es dann doch nicht geschafft. Es sind noch ca. 100 km, die ich morgen früh problemlos schaffen werde. Leider bin ich mir noch nicht ganz sicher, wie es dann weitergeht.

Entweder ich bleibe morgen in Malmö und nehme Mittwoch morgen die erste Fähre Trelleborg – Rostock und von dort mit Zwischenstopp in Waren nach Würzburg.

Oder ich mache noch einen Abstecher nach Kopenhagen, fahre ein Stück durch Dänemark und fahre dann mit der Fähre Gedser – Rostock. Dann könnte ich bei der coolsten Custom-Bike-Schmiede der Welt, den Wrenchmonkees, vorbeischauen. Allerdings dauert das etwas länger und ich müsste noch die Öresundbrücke bezahlen.

Ich lass mich überraschen, welche Variante mir morgen mehr zusagt. Und egal welche Variante ich wähle, bleibt die Frage, ob ich ab Waren einen 600 km Gewaltmarsch durchziehe, oder ob ich noch einen Zwischenstopp einlege. Zeit hätte ich eigentlich.

Bei der MZ immer noch alles klar. Aber die Leerlaufleuchte, die schon immer nur sporadisch gearbeitet hat, hat jetzt wohl ganz aufgegeben. Zumindest hat sie sich seit Tagen nicht gerührt. Aber das werde ich erstmal so lassen, sonst ziehe ich am Ende versehentlich alle Kabel vom Zündschloss und bekomme sie nicht mehr richtig ran. 🙂

Gute Nacht. 🙂

14. August 2012 – 10. Tag

Heute morgen das gleiche Ritual wie die letzten Tage: waschen, Zelt abbauen, Sachen packen, Gespann beladen, Kaffee kochen und frühstücken. Danach 2 Stunden fahren, um nach Malmö zu kommen. Vor Ort war ich ziemlich enttäuscht.

Ich habe Schweden in der letzten Woche als ein Land mit kleinen, sympathischen Orten und aufgeschlossenen und bodenständigen Menschen kennen gelernt. Alles sehr überschaubar, geradezu intim.

Malmö ist das krasse Gegenteil. Eine europäische Großstadt wie jede andere. In der Fußgängerzone reiht sich eine Nobelbotique an die andere und alles Marken, die man auch in jeder anderen europäischen Großstadt findet. Zwischen den Modegeschäften lauter Cafés, aber keine gemütlichen schwedischen, wie ich sie auf meiner Reise gesehen habe, sondern durchgestylte „Espresso-Bars“ und „Coffee- Lounges“, die ich nicht mal betreten würde, wenn ich Geld dafür bekäme. Alles total austauschbar und seelenlos. Die Menschen genauso: Alle total hip und chic und seelenlos.

Und wenn man dann die Fußgängerzone verlässt, kommt man durch Viertel, die einen an Neukölln erinnern. Verranzte Gebäude und kaputte Typen. Das ist echt nicht das Schweden, das ich in der letzten Woche erleben durfte.

(Das alles muss man vermutlich etwas relativieren. Ich bin sowieso kein Großstadttyp und war durch die Einsamkeit der letzten Woche auch nicht in der Stimmung, mich in die Massen zu stürzen. Außerdem war ich nur etwa 3 Stunden in Malmö. Da kann ich mir natürlich kein abschließendes Urteil anmaßen. Jemand anderes findet Malmö vielleicht total charmant.)

Nachdem ich von Stadt die Nase voll hatte, war Kopenhagen natürlich auch gestorben. Also direkt nach Trelleborg, im Hafen ein Ticket für morgen früh reserviert und ab auf den Zeltplatz. Habe gerade ein bißchen im Beiwagen gesessen, die Sonne genossen und Erich Fromm gelesen. Hach, Urlaub. 🙂

Bei der Gelegenheit habe ich noch die Kette geschmiert (obwohl sie es noch nicht wirklich nötig hatte.)

Und jetzt lasse ich den Tag und damit den Urlaub ausklingen. Morgen wird noch ganz entspannt mit sechsstündiger Überfahrt nach Rostock und dann Zwischenstopp in Waren. Aber dann neigt sich der Urlaub auch schon dem Ende entgegen. 🙁

16. August 2012 – Republikflucht

Jetzt gilt’s. Ich habe mich entschlossen, die Republik unverzüglich zu verlassen und wenn irgend möglich, noch heute abend rüberzumachen. Da können mich auch die supernetten Übernachtungsangebote aus Halberstadt und Halle nicht abhalten. (Vielen Dank dafür!)

Ist bei mir jedesmal so: Wenn ich erstmal auf dem Heimweg bin, habe ich kein Auge für blühende Landschaften oder sonstige Schönheiten, sondern will einfach nur nach Hause. Bin seinerzeit auch mit der kaputten Kawasaki ohne Pause von Genua nach Würzburg gefahren, inkl. 1h Verfahren am Bodensee und 2h Stau. Mann, war das ätzend. 🙂

Jedenfalls will ich heute noch nach Würzburg. Das größte Problem dabei sind nicht unbedingt die Grenzkontrollen an der innerdeutschen Grenze. Die sind in den letzten Jahren ja zunehmend laxer geworden. Nein, das Problem ist die Strecke. Heute morgen um 9 Uhr hat das Navi für die Strecke von Waren ins nichtsozialistische Wirtschaftsgebiet eine Entfernung von 594 km bei 9,5h Fahrtzeit angezeigt. Ohne Pausen. Mittlerweile habe ich 50km weniger, komme aber dank vieler Lkw nicht so flott voran, wie gehofft.

Der MZ dürfte das egal sein. Wenn sie läuft, läuft sie. Aber Genosse Hinterteil wird sich sicherlich nicht sehr erfreut über meine Fluchtpläne zeigen und versuchen, mein Unternehmen zu vereiteln. Ich werde das bei Gelegenheit ganz basisdemokratisch mit ihm ausdiskutieren. Mal sehen, wer sich durchsetzen kann. 🙂

Der Bericht vom gestrigen Tag folgt noch.

Nachtrag: 5,5h sind rum, die Hälfte geschafft. Das wird ein langer Tag. 🙂

Nachtrag 2: Es ist kurz nach 18 Uhr und ich sitze nun schon über 9 Stunden auf der MZ. Neben mir ist die Wartburg und vor mir liegen noch 180 km Landstraße. Wenn es gut läuft, müsste ich um 22 Uhr zuhause sein. Mann, tut mir der Hintern weh.

Nachtrag 3: Um kurz nach 22 Uhr war ich da. Nach 13h Fahrt mit 3 Tankstopps und ohne nennenswerte Pausen. Hätte nicht gedacht, dass das so reibungslos klappt. Morgen gibt es dann noch ausführliche Beiträge über den gestrigen und den heutigen Tag und ein Fazit der Reise. Und ganz viele Fotos!

17. August 2012 – 11. Tag

Am Dienstag-Abend hat sich auf dem Zeltplatz in Trelleborg ein Trio ziemlich verrückter Leute getroffen: Ich, der ich alleine mit einem 45 Jahre alten Gespann 3000 km durch Schweden reise. Tina, die alleine und zu Fuß 111 km um Rügen läuft (und zwischendurch zur Entspannung einen Abstecher nach Schweden macht). Und Ulrich, der alleine mit dem Fahrrad durch Norwegen fährt. Als plötzlich seine EC-Karte nicht mehr ging, ist er kurzerhand nach Schweden gefahren, um mit der Fähre nach Rügen überzusetzen und dort Geld abzuheben. Alle ziemlich verrückt, oder?

Da sich gleich und gleich gerne gesellt, haben wir uns für diesen Abend zusammengetan. Dazu muss man sagen, dass mir mehrere Leute gesagt haben, ich solle ganz viel Schnaps mit nach Schweden nehmen, da der dort sehr teuer sei und deshalb unter anderem in Werkstätten als Währung akzeptiert wird. Wenn man irgendwo Hilfe in Anspruch nehmen muss, einfach eine Flasche Schnaps als Dankeschön überreichen und alle freuen sich. Also habe ich den halben Kofferraum mit unterschiedlichsten Spirituosen gefüllt, um für alles gewappnet zu sein. Nur leider hat sich die MZ standhaft geweigert, eine Werkstatt aufzusuchen. 🙂 Da sich auch sonst keine Gelegenheit zum Verschenken von Schnaps ergeben hat, waren meine Vorräte am Ende der Reise noch nahezu unberührt.

Deshalb haben wir uns zu dritt dieses Problems angenommen und einen sehr lustigen und interessanten Abend verbracht. Dabei habe ich Tina auch angeboten, sie am nächsten morgen mit zur Fähre zu nehmen, da sie keine Lust hatte, die 6 km zum Fährhafen nochmal zu laufen. Da meine Fähre um 7.30 Uhr ablegen sollte und es dorthin etwa 15 Minuten Fahrtzeit sind, wollte ich 20 vor 7 losfahren, um noch eine Karte kaufen und entspannt an Bord gehen zu können.

Dummerweise hatte Tina verschlafen. Um 6.15 Uhr habe ich sie geweckt und ihr gesagt, dass wir in einer halben Stunde losfahren. Tja, Frauen. Sie hat in aller Seelenruhe ihre Sachen sortiert, Schlafsack und Zelt minutiös zusammengefaltet, Klamotten zusammengelegt, Sachen wieder aus dem Rucksack gepackt und in anderer Reihenfolge wieder alles rein. Und das in gefühlter Zeitlupe. Dabei hat sie mehr Zeit damit zugebracht, permanent zu beteuern, dass sie ja noch nie so schnell gepackt habe, als wirklich für das Packen zu verwenden. Argh! Und ich stand da, bin nervös von einem Fuß auf den anderen getippelt und habe auf die Uhr geschaut. Um 7.05 Uhr saß sie endlich auf dem Motorrad und wir sind losgerast.

Eigentlich hatte ich die Fähre nach Trelleborg schon abgeschrieben und mich damit abgefunden, eine viertel Stunde später nach Sassnitz zu fahren und damit einen riesigen Umweg machen zu müssen. Ich bin dann noch über zwei orange Ampeln gerast, bin wie ein Verrückter über das Hafengelände geknattert und habe es tatsächlich noch als Letzter auf die Fähre geschafft. Direkt hinter mir wurden die Schranken runtergelassen. Puh!

Auf der Fähre dann 6 Stunden gepflegte Langeweile. Um die Uhrzeit fahren auch kaum Touristen mit, so dass es wenig zu sehen und zu lachen gab. Die einzige Abwechslung war ein Trupp russischer LKW-Fahrer, die sich um 8 Uhr eine Palette Dosenbier im Duty-Free-Shop gekauft haben und damit erstmal „Frühstück“ gemacht haben. Das hat mich mal wieder in meiner Ansicht bestärkt, dass ich mit dem Gespann auf einer Autobahn zwischen lauter 40-Tonnern nichts verloren habe. Ich habe den Rest der Fahrt gedöst, gelesen und Fotos von der windstillen Ostsee gemacht, die bis zum Horizont absolut spiegelglatt dalag.

Von Rostock aus ging es dann relativ unspektakulär gut 100 km über Land nach Waren. Dabei ist mir wieder eine interessante Eigenheit in der Fahrweise der anderen Verkehrsteilnehmer aufgefallen. Wirklich große Unterschiede gibt es bei der Fahrweise nicht zwischen alten und neuen Bundesländern und Schweden. Ich habe mir zwar eingebildet, dass in den neuen Bundesländern tendenziell etwas rücksichtsloser gefahren wird als in den alten. Da wird auch gerne mal sehr riskant und illegal überholt, obwohl ich bei erlaubten 70 km/h schon über 80 fahre. Und in Schweden habe ich mir eingebildet, dass tendenziell etwas rücksichtsvoller gefahren wird. Da fahren die Autos auch dann noch mit großem Sicherheitsabstand hinter einem her, wenn man bei erlaubten 90 nur 80 schafft und eigentlich genügend Platz zum Überholen ist. Aber das sind sicherlich Einzelfälle, die sich nicht unbedingt verallgemeinern lassen. Was aber wirklich ins Auge gestochen hat, ist folgendes: Wenn man im Osten an einer roten Ampel steht, halten die Autos IMMER zwei Autolängen Sicherheitsabstand. Da haben 40 Jahre Zweitaktduft offensichtlich Spuren hinterlassen. 🙂

Der Abend beim Vater in Waren war sehr schön. Grillen, Eis essen, gemütlich zusammensitzen und dann ein großes, warmes Bett. Herrlich!

17. August 2012 – 12. Tag

Heimreise. 594 km Landstraße von Waren an der Müritz nach Würzburg. (Tatsächlich waren es am Ende 638 km.) Das Navi verkündet neuneinhalb Stunden Fahrtzeit, die mit dem Gespann niemals zu realisieren sind. Aber ich hatte mir vorgenommen, es wenigstens zu versuchen.

Eigentlich wollte ich spätestens um 8 Uhr los. Aber irgendwie hat man sich dann beim Frühstück doch wieder verquatscht und um 9 Uhr saß ich dann wirklich im Sattel. Die MZ sprang beim zweiten Kick an und sogar die Leerlaufleuchte, die die letzte Woche durch absolute Abwesenheit aufgefallen war, ging plötzlich wieder. Das war ja ein guter Anfang. Dass dafür das Rücklicht nicht mehr ging, war mir egal. Das vom Beiwagen ging ja noch und ich wollte ja ohnehin nicht in die Dunkelheit kommen. Denkste. 🙂

Die erste Etappe durch Mecklenburg war denkbar langweilig. Abgesehen von ein paar schönen Alleen ging es eigentlich immer nur schnurgerade über endlose Felder. Und das nichtmal sonderlich flott, da ich andauernd von Traktoren und LKW ausgebremst wurde.

Leider wurde es danach nicht besser. Direkt nach meinem ersten Tankstopp in Pritzwalk fing es an, stark zu regnen. Und das hörte auch erst bei meinem nächsten Tankstopp zwei Stunden später in Halberstadt auf. Dank Regenkombi hatte ich das relativ trocken überstanden, aber Handschuhe und Stiefel waren natürlich komplett geflutet. Ich habe versucht, die Handschuhe auf dem Zylinder zu trocknen, aber das hat nur bewirkt, dass ich für zwei Minuten warme, nasse Handschuhe hatte. Danach war wieder alles wie vorher. Wenigstens hatte ich wieder trockene Füße, weil ich mir frische Socken und mein zweites Paar Stiefel angezogen hatte. Sicherheitshalber inklusiver einer Lage Mülltüte, damit ich im Fall eines zweiten Regens wenigstens trockene Socken hätte. Ein weiteres Opfer des Regens war meine Bordsteckdose, die sich ungeschickterweise unmittelbar unter dem Ende der Beiwagenplane befindet. Da gab es einen Wassereinbruch, was dazu geführt hat, dass die Steckdose randvoll mit Wasser war. Jetzt weiß ich, warum man Steckdosen mit einer eigenen Sicherung absichert. Ich hätte echt keine Lust gehabt, im strömenden Regen an einer vielbefahrenen Bundesstraße die Hauptsicherungen zu wechseln.

Hinter Halberstadt wurde es dann richtig herrlich. Die Sonne war rausgekommen und ich bin mit dem Gespann die herrlichen Harz-Serpentinen rauf- und runtergedüst. Physikalisch setzen einem so ein vollbeladenes Gespann und nichtmal 20 PS natürlich enge Grenzen, aber ich hatte das Gefühl, trotzdem richtig flott unterwegs zu sein. Da mir der Hintern ohnehin schon ziemlich wehtat, habe ich diese Gelegenheit genutzt, eifrig auf dem Gespann rumzuturnen – in Rechtskurven halb im Beiwagen sitzend, in Linkskurven links am Motorrad hängend. 🙂

Hinter dem Harz war es dann wieder etwas eintönig. Lange, langweilige Straßen mit viel Verkehr. Als ich kurz am Straßenrand einen Schluck Wasser getrunken habe, hat es plötzlich sehr laut hinter mir geknallt und ein LKW mit geplatzem Reifen kam schlingernd neben mir zum Stehen. Ich habe dem Fahrer meine Hilfe angeboten, konnte aber leider nichts ausrichten. An einem vollbeladenen 40-Tonner am Straßenrand zwei Reifen wechseln ist wohl nicht machbar. Der Trucker war trotzdem dankbar für die angebotene Hilfe: „Die Motorradfahrer helfen immer sofort, wenn ich ein Problem habe. Die Autofahrer hupen nur und fahren vorbei.“

Ab Eisenach tat mein Hintern plötzlich nicht mehr weh, dafür meldete sich langsam der Rücken.

In der Rhön fing es dann langsam an zu dämmern, was die leeren Straßen in ein wunderschönes, warmes Licht tauchte. Fotos können das leider nicht richtig wiedergeben.

Als die Sonne untergangen war, wurde es dann nochmal richtig abenteuerlich. Zwischen Bad Brückenau und Hammelburg war die Bundesstraße komplett gesperrt. Der Umweg wäre riesig gewesen und hätte mich bestimmt 45 Minuten gekostet. Da hatte ich zu diesem Zeitpunkt einfach keine Lust drauf. Also die erste Seitenstraße links in den Wald. Naja, „Straße“ ist ein dehnbarer Begriff. Zwei geschotterte Spuren und in der Mitte Gras. Egal, die nächste „Straße“ rechts – schwupps – stand ich ca. 1 km hinter der Absperrung wieder auf der Bundesstraße. Na das war ja einfach.

Aber was ist das? Die linke Fahrspur ist komplett weggefräst und keinerlei Absperrung da? ICH BIN MITTEN IN DER BAUSTELLE! Dumm gelaufen. Was tun? Ich hätte natürlich wieder in den Wald abbiegen können, um so die Baustelle zu umfahren. Aber da ich weder die Länge der Baustelle noch den Verlauf der Bundesstraße kannte, wäre das ein Glücksspiel mit ungewissem Ausgang gewesen. Also bin ich ganz dreist auf der aufgefrästen Bundesstraße geblieben und der Baustelle mehrere Kilometer gefolgt. Die ganze Zeit hatte ich Angst, dass gleich ein Baufahrzeug oder die Polizei vor mir auftaucht, was eigentlich ziemlich unwahrscheinlich war. Vor allem, da es mittlerweile etwa 21 Uhr und stockfinster war. Nach einiger Zeit stand ich plötzlich wieder vor einer Absperrung, nur diesmal auf der falschen Seite. Leider gab es keine Möglichkeit, hindurchzukommen. Links und rechts tiefe Straßengräben und die Absperrung war so massiv, dass ich sie auch nicht einfach wegheben konnte. Naja, ich hätte es evtl. schon gekonnt, aber dafür reichte meine kriminelle Energie dann doch wieder nicht aus. 🙂

Also ein Stück zurück und den nächsten Waldweg links rein. Mein Navi hat nur Unsinn geredet und der Waldweg wollte einfach kein Ende nehmen. Der Schotter wurde immer grober, der Weg immer schmaler und unebener und keinerlei Abzweigungen. Nach ca. 1 km endlich ein Weg nach links, der aber auch kaum noch als Weg zu erkennen war. Langsam wurde mir mulmig zumute. Das Licht der MZ ist nicht sehr hell und es lag viel Zeug auf dem Weg. Wenn ich hier eine Panne gehabt hätte, hätte ich wahrscheinlich ewig gebraucht, um zu Fuß aus dem dunklen Wald zu kommen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit wurde der Weg aber wieder breiter, irgendwann wurde der Schotter zu Asphalt und plötzlich stand ich mitten in einem Dorf. Juhuu! Leider war ich etwas von der eigentlichen Route abgekommen und musste erst wieder über viele Feldwege auf die Bundesstraße zurückfinden. Zu allem Überdruss gab dann noch der Akku vom Navi auf, den ich aufgrund der gefluteten Steckdose auch nicht mehr laden konnte.

Aber das Ziel war in greifbarer Nähe und die letzte Stunde verlief dann völlig ohne Probleme. Nach 638 km, insgesamt 3 Tankstopps, einer kurzen Mittagspause und 13 Stunden Fahrtzeit war ich endlich am Ziel!

Der Gesichtsausdruck wirkt zwar etwas grimmig, drückt aber eigentlich nur Dankbarkeit und Müdigkeit aus. 🙂

17. August 2012 – Fazit

Hier das Fazit meiner Reise:

Statistik

Zuerstmal die Statistik, die für mich, aber vielleicht auch für den einen oder anderen, recht interessant ist.

Insgesamt bin ich in 12 Tagen 3117 km gefahren. Die Tagesetappen waren dabei zwischen 107 km (Trelleborg – Waren) und 638 km (Waren – Würzburg) lang. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag zwischen 40 km/h bei gemütlichem Sightseeing und maximal 68 km/h bei zügiger Reise. Die Gesamtdurchschnittsgeschwindigkeit kann ich leider nicht sagen.

Ich habe insgesamt 186,09 Liter Benzin getankt. Zusammen mit 3,72 Litern Zweitaktöl ergibt das 190 Liter Treibstoff. Der Verbrauch lag zwischen 5,3 und 6,7 Litern pro 100 km. Der Gesamtdurchschnittsverbrauch beträgt 6 Liter pro 100 km. Die Benzinkosten (ohne Zweitaktöl) betrugen 159,77 Euro und 1350,61 Kronen (ca. 163 Euro), also insgesamt etwa 323 Euro. Das sind etwa 10 Cent pro Kilometer.

Ich finde, die Verbrauchs- und Geschwindigkeits-Werte sind für ein 45 Jahre altes, vollbeladenes Motorradgespann absolut im Rahmen. 🙂

Motorrad

Die MZ hat einwandfrei funktioniert. Darüber bin ich sehr froh, aber auch ein bisschen traurig, denn die eine oder andere Bastelei am Straßenrand hätte die Sache sicherlich noch etwas abenteuerlicher gemacht. Aber ich will mal nicht undankbar sein. 🙂

Wirkliche Pannen gab es nicht. Die Leerlaufleuchte hat manchmal nicht funktioniert, das Rücklicht hat irgendwann aufgegeben und die Sicherung der Bordsteckdose ist durchgebrannt, als die Steckdose vom Regen geflutet wurde. Die Krümmermutter hat sich etwas gelöst und die Mutter der vorderen Auspuffaufhängung ist verschollen. Außerdem musste ich den abgefahrenen Hinterreifen wechseln. Also wirklich nur Kleinkram, den man unter Verschleiß verbuchen kann.

Abgesehen davon hat sich die MZ mal wieder als absolut alltags- und langstreckentauglich erwiesen. Wartungsarbeiten waren nicht notwendig, das Schmieren der Kette und der Schwingenachsen habe ich eher aus Vorsicht und Langeweile denn aus Notwendigkeit gemacht. Dank der Vape-LiMa mit kontaktloser Zündung entfiel auch das Überprüfen von Zündzeitpunkt, Unterbrecher und Regler. Die Sitzposition ist perfekt und lässt auch 13-Stunden-Fahrten zu. Die Unterbringung des Gepäcks war völlig unproblematisch, wobei der viele Stauraum natürlich dazu einlädt, mehr mitzunehmen, als man braucht. Dazu gleich mehr. Durch meine hecklastige Beladung des Beiwagens hat das Vorderrad anfangs stark zum Flattern geneigt, was aber mit abnehmendem Getränke- und Essensreserven besser wurde.

Als Auszeichnung für Tapferkeit im Angesicht langer Strecken und überragende Zuverlässigkeit bekommt mein Motorrad deshalb den Elch-Orden verliehen:

Ausrüstung

Ich habe haufenweise Sachen dabei gehabt, die ich nicht gebraucht hätte. Das Dreibein zum Kochen überm Lagerfeuer habe ich mangels Feuer nie benutzt und es hat nur genervt. Ich habe viel zu viel Essen dabeigehabt. 8 Konservenbüchsen habe ich wieder mitgebracht! Es hätte völlig gereicht, sich 2 Büchsen für den Notfall mitzunehmen und den Rest vor Ort zu kaufen. Auch Kleidung ist so ein Thema. Wenn ich gewusst hätte, welche Kälte mich erwartet, hätte ich vieles hiergelassen und dafür ein paar dickere Sachen mitgenommen. Die Sturmlaterne hat nicht funktioniert – die und die Petroleumflasche hätte also auch hierbleiben können. Und auch den vielen Schnaps und das Bier hätte ich einfach dalassen sollen. Wenn man nicht vorhat, jeden Tag eine Party zu schmeißen, kann man sich auch vor Ort alle paar Tage ein teures schwedisches Bier kaufen und bekommt damit auch mehr vom Land und seinen Spezialitäten mit. Das viele Werkzeug und die Ersatzteile waren zum Glück nicht nötig, sollten sicherheitshalber aber dabei sein. Allerdings hätte man auch da auf einiges verzichten können. Warum einen Gummihammer mitnehmen, wenn man einen normalen dabei hat? Warum 10 Ringschlüssel, wenn man einen Ratschenkasten hat. Und meine Fotoausrüstung hätte ich auch auf den Fotoapparat reduzieren können. Das Fotostativ habe ich nur als Abstützung des Beiwagens beim Radwechsel benutzt und das Teleobjektiv nicht einmal ausgepackt.

Gefehlt hat mir eigentlich nichts, nur mein Schlafsack war den Temperaturen nicht gewachsen. Jede Nacht in kompletter Kleidung und mit zwei Pullis im Zelt liegen und trotzdem frieren, macht auf Dauer auch keinen Spaß. Für meine nächste Tour werde ich mir da mal einen neuen kaufen müssen. Und ein paar richtige Motorradhandschuhe hätten auch nicht schaden können.

Insgesamt denke ich, dass ich das wirklich benötigte Gepäck auch auf ein Solomotorrad bekommen hätte. Oder noch eine Person im Beiwagen hätte mitnehmen können.

Schweden allgemein

Ich habe zugegebenermaßen einen sehr einseitigen Urlaub gemacht. Ich habe Städte gemieden und das erste Mal in meinem Leben keine einzige Kirche von innen angeschaut. Ich war nie irgendwo essen oder Kaffee trinken und habe auch nur ein Museum besucht. Ich habe mich stattdessen ganz bewusst auf Fahren, Natur genießen und Lesen beschränkt. Das war auch mal toll. Auch wenn ich dabei sicherlich viel Sehenswertes verpasst habe.

Die Schweden sind nach meiner Erfahrung ein sehr nettes aber auch zurückhaltendes Volk. Auf den Zeltplätzen herrscht Ruhe und Ordnung, selbst die Kinder sitzen ruhig da und beschäftigen sich still. Ein himmelweiter Unterschied zu deutschen Campingplätzen. Das macht es natürlich schwierig, mit anderen ins Gespräch zu kommen. Ich hatte eigentlich erwartet, mich gelegentlich mit anderen Motorradfahrern zu unterhalten, hatte aber kaum Gelegenheit dazu. Was sicher auch daran liegt, dass die meisten Motorradfahrer, die ich getroffen habe, 50 – 60 Jahre alt sind, mit einem teuren Wohnmobil unterwegs und das Motorrad auf dem Anhänger transportieren. Solche Leute kommen nicht einfach abends auf ein Bier vorbei und unterhalten sich über Motorräder. Ich finde das ein bisschen schade, habe aber die so gewonnenene Zeit zum Lesen und Nachdenken genutzt, was auch sehr schön war.

Insgesamt ist Schweden ein Land, das man als Urlaubsland nur empfehlen kann. Aber wenn, dann am besten irgendwie mit Motorrad, Wohnmobil oder Fahrrad. Denn wenn man da zwei Wochen nur an einer Stelle ist, wird es einem vermutlich schnell langweilig. Das gute Verkehrsnetz, die leeren Straßen und die vielen Rast- und Campingplätze laden stattdessen zum Reisen ein und die Vielfalt der schwedischen Natur bietet wirklich alle paar Kilometer etwas Neues.

Fazit

Toll war’s! Gerne wieder. Beim nächsten Mal dann aber wahrscheinlich ohne Motorrad und dafür mit Familie. Taugt ein Barkas eigentlich als Wohnmobil? 😉

17. August 2012 – Fotos … und Schluss

Hier eine Auswahl von Fotos, die ich auf der Reise gemacht habe. Da ich alleine war, gibt es kaum Fotos von Personen, mich eingeschlossen. Stattdessen viel Landschaft und viel Gespann. 🙂

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6 Gedanken zu „Schweden 2012

  1. Pingback: Gespanne? Seite 2 : Kam es auch nicht!

  2. Hallo,
    mhm ich habe auch grad mal ein bißchen geschmökert, sehr fein! Leider ist mein Gespann noch nicht fertig. Ich hätte ja auch mal Lust auf so eine Tour, zwar mehr ins Bergische als ins Nordische aber das liest sich sehr fein. Kennst du den Bericht wo die aus Thüringen mit drei Schwalben ans Nordkap fahren? Da gabs auch eine DVD.
    Falls du mal Lust auf eine Zweitakt-Tschechien-Tour hast, sag Bescheid!

    Grüße
    F.

    • Sehr schöne Tour würde ich sagen, sehr interessant geschrieben.
      Würde ich auch sehr gern einmal machen, aber auch in Richtung Tschechien.
      Falls Du noch interesse an der Tour durch Tschechien hast, ich wäre dabei.
      Achso ich fahre eine 350er Jawa.
      Schöne Grüße!!!

  3. Toll, fahre diesen Sommer mit chang jiang/Dnjepr 750 Gespann auf Hänger von München nach Schweden zu einer Rundreise auch um den oeroesund herum . LG constantin

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